Dokus in Mediathek & TV: “Was uns umtreibt”

Unzählige Themen, Konflikte, Ereignisse und Praktiken umtreiben unsere Gesellschaft. In unseren Tipps haben wir Dokus zu uns umtreibenden Themen aus TV & Mediathek zusammengestellt. Zu sehen sind unter anderem “Lea Tsemel, Anwältin” oder “Ich bin Greta”. 

Das Haus des Dokumentarfilms hat im TV-Programm und den Mediatheken gestöbert und eine Auswahl an sehenswerten Dokus zusammengestellt, die uns umtreibende Themen in den Mittelpunkt stellen. Es geht unter anderem um Konflikte und gesellschaftlichen Protest in Hongkong, Deutschland, Schweden und Israel. Aber auch um weltübergreifende Fragen zu Folgen der Globalisierung. Auch aus der Corona-Pandemie hervorgehende Themen werden besprochen: eine Doku thematisiert beispielsweise die Praktik des Impfens. Eine andere gibt Einblicke in die Kulturgeschichte der Berührung, auf die in Zeiten von Corona meist verzichtet werden muss. 

22. März
Ard-alpha, 20:15 Uhr: Weniger ist mehr. Was man zum Leben wirklich braucht 

Heutzutage ist Konsum von einer Vielfalt an Variationen und Möglichkeiten bestimmt. Wir besitzen zuviel und vergessen dabei uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Doku hat Menschen begleitet, die den Dingen und dem Bestiz Kampf angesagt haben. – Vielleicht inspirieren sie uns ja?  

ARDalpha, 21:00 Uhr: Jetzt oder nie. Ist diese Welt noch zu retten? 

Mit speziellem Blick auf Österreich hinterfragt die Doku im Gespräch miti Menschen, ob unserere Welt überhaupt noch zu retten ist. Welche Alternativen haben wir, um Folgen des Klimawandels und der Globalisierung zu umgehen? Eine Suche nach Antworten.  

ZDF-Mediathek: Die großen Irrtümer der Globalisierung – Handel, Kriege, Flüchtlinge | Mediathek

Wie steht es denn nun um unsere Gesellschaft? War und ist die Globalisierung Fluch oder Segen? Die Doku blickt auf die Entwicklung des 21. Jahrhunderts und wägt die Folgen der Globalisierung ab: Wohlstand und Entfaltung versus ökologischer Raubbau und die größer werdende Schere zwischen Arm und Reich.  

Verfügbar bis 15.04.2021.  

3sat, 22:30 Uhr: Lea Tsemel, Anwältin 

Im Fokus der Doku steht Lea Tsemel, jüdische Anwältin in Israel, und doch blickt der Film auf die Verhältnisse des ganzen Landes. Tsemel verteidigt palästinische Straftäter in einem Land des Konflikts. Welchen Preis zahlt sie in ihrem Kampf für die Gerechtigkeit? Was bedeutet Gerechtigkeit überhaupt?  

23. März 
Arte, 20:15 Uhr: Karl Marx. Der deutsche Prophet 

Das Doku Drama stellt den berüchtigten Denker Karl Marx in seinen Vordergrund. Sein Leben und Wirken wird mithilfe von Spielfilmszenen dargestellt. Zuversicht und die Angst vor dem Scheitern waren Marx stetige Begleiter.  

Arte-Mediathek: Haut an Haut – Eine Kulturgeschichte der Berührungen | Mediathek

Was uns gerade, während der Corona-Pandemie, schmerzlich fehlt, sind die zwischenmenschlichen Berührungen. Aktuell heißt es Distanz wahren, doch woraus hat sich unser Bedarf an Berührungen überhaupt entwickelt? Die Doku zeichnet die Kulturgeschichte der Berührungen nach.   

Verfügbar bis 28.05.2021.  

Tagesschau24, 21:45 Uhr: Schuld – Verzeihen als Lebensaufgabe 

Ein besonderes Schicksal betrifft die Eltern Ivonne und Torsten Lüdtke noch heute. Ihre Tochter Selina stirbt mit vierzehn Jahren an einem gefährlichen Drogenmix als ihr damaliger Freund das erste Mal bei ihr übernachtet. Wie können Sie Selinas Freund verzeihen? Und wie viel Schuld tragen sie selbst? 

24. März
MDR, 20:45 Uhr: Chrystal Meth. Wie die Droge eine Provinz im Griff hat 

Im ländlichen und dörflichen Raum von Thüringen zählt man aktuell mehr Rauschgiftstraftaten als in städtischen Gebieten. Reporter Thomas Kasper ist in das Gebiet gereist, um sich ein Bild von der dortigen Drogensituation zu machen. Er trifft Chrystal-Abhängige und fragt, wie sie in die Sucht hineinraten konnten und mit welchen Mitteln sie sich wieder herauskämpfen.  

BR, 22:00 Uhr: Immun! Die Geschichte des Impfens 

Vor 225 Jahren begann die Geschichte des Impfens mit der Immunisierung gegen die Pocken. Die Doku zeichnet die Geschichte des Impfens nach: über Pocken und Polio, Rötel und Tuberkulose. Neben historischen Rückblicken kommen Zeitzeug*innen zu Wort, geleitet von der zentralen Fragen, warum das Impfen immer schon Spannungsfeld zwischen Gegnern und Befürwortern ist.  

Rbb, 23:00 Uhr: Ich bin Greta 

Alleine, nur mit einem Schild aus Pappe begann Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlament mit dem Klimastreik. Dass sich daraus eine weltweite Jugendbewegung entwickeln würde, schien damals unwahrscheinlich. Die Doku zeichnet das Portrait eines bewegenden, auf dem Boden gebliebenen und mutigen Mädchens bei ihrem Kampf für eine bessere Zukunft.  

25. März 
ZDF, 00:05 Uhr: Die Welt der Clans. Vebrechen, Macht und Ehre 

Wie schaffen es Clans sich am Leben zu halten und ihre Machenschaften im Untergrund durchzuziehen? Die Doku taucht in ihre Welt ein und versucht zu verstehen, wie die Strukturen und Machtmechanismen großer Familien-Clans funktionieren.   

3sat, 23:00 Uhr: Human Holes 

Die Doku erzählt die Geschichte dreier Obdachloser in der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator. Als Folge des Klimawandels haben sie auf den Straßen der Stadt besonders mit der eisigen Kälte zu kämpfen. Eine Kälte die sie in die Untiefen ihrer Psyche und die Untiefen der Stadt treibt.   

27. März
Hr, 17:15 Uhr: Generation Z – Wie politisch ist die Jugend? 

Viele Jugendliche tragen ihre Meinung in den verschiedenen Straßenbewegungen kund. Politisch beteiligen, sei es in Parteien oder bei Wahlen, tun sich nur wenige. Reporterin Ariane Wick geht den Fragen nach und spricht mit Jugendlichen über Politik und ihr Verständnis von politischer Teilhabe. 

ZDF-Mediathek: Honkongs Kampf um die Freiheit | Mediathek

Ein umstrittenes Gesetz der chinesischen Regierung sorgt 2019 für Proteste in der Sonderverwaltungszone Hongkong. Die Auslieferung von Angeklagten nach China soll möglich werden. Die Doku begleitet fünf der Aktivist*innen, die inzwischen Teil einer großen Protestbewegung für Freiheit und Demokratie geworden sind.  

Verfügbar bist 30.09.2021. 

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Annika Weißhaar
Annika Weißhaar unterstützte bis Ende 2021 das Haus des Dokumentarfilms als Werkstudentin in der Online-Redaktion. Sie studierte Empirische Kulturwissenschaft im Master an der Universität Tübingen.
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