Doku Watch over me gewinnt Kategorie Doku Indisches Filmfestival 2021

18. Indisches Filmfestival: Doku-Preis für „Watch over me“

Den „German Star of India“ in der Kategorie Dokumentarfilm erhält 2021 Farida Pacha für „Watch over me“. Der Film über das Team einer Palliativbetreuung in Delhi überzeugte die drei-köpfige Jury. „Borderlands“ bekommt eine Lobende Erwähnung.

Am 25.7.2021 ging das 18. Indische Filmfestival in Stuttgart zu Ende. Nachdem das Festival bereits im vergangenen Jahr coronabedingt online stattfinden musste, entschied sich die Festivalleitung auch 2021 für eine digitale Version. Am Samstag, den 24.7.21, fand deshalb die Preisverleihung im Livestream statt. Sie kann nachträglich auf der Seite des Indischen Filmfestivals abgerufen werden. Insgesamt wurden fünf Auszeichnungen im Gesamtwert von 7.000 Euro verliehen.

„Watch over me“ – Doku über Geduld und Empathie

Regisseurin Farida Pacha erhielt den mit 1.000 Euro dotierten „German Star of India“ in der Kategorie Dokumentarfilm für „Watch over me“. In dem auf Farbe verzichtenden Film begleitet die Filmemacherin drei Frauen einer Palliativbetreuung in Delhi. Er erzählt von deren Alltag und Herausforderung, totkranken Menschen dabei zu helfen, den Tod als Teil des Lebens zu akzeptieren. Die dreiköpfige, junge Dokumentarfilm-Jury bestand aus Franz Böhm (Filmemacher), Anandana Kapur (Filmemacherin und Pädagogin) und Luna Stelle (Producerin).

Der Dokumentarfilm überzeugte die Jury, weil er

„dem Zuschauer Lektionen in Geduld und Empathie erteilt – Werte, die sowohl im Leben als auch beim Filmemachen notwendig sind. In Schwarz-Weiß gedreht, lässt die Strenge den Film nie sein Ziel verlieren: die Würde der Sterbenden und ihrer Familien zu wahren.“

Filmstill aus Watch Over me
Filmstill aus "Watch over me".
Indisches Filmfestival Stuttgart Lobende Erwähnung für Borderlands
"Borderlands": Film über Alltag in Indien inmitten von Grenzen.

Lobende Erwähnung für Samarth Mahajan

„Borderlands“, ein Dokumentarfilm über sechs Menschen aus Indien, deren Leben von persönlichen und politischen Grenzen geprägt ist, bekam von der Jury eine Lobende Erwähnung. Er zeige „eine Bandbreite gut ausgewählter und einfühlsamer Geschichten, die einzigartig an den Grenzen Indiens angesiedelt sind, aber in ihrer Menschlichkeit universell werden“, so die Jury.

Insgesamt waren auf dem Indischen Filmfestival unter den rund 40 genreübergreifenden Filmen neun Dokumentarfilme zu sehen. In diesem Jahr bot das Stuttgarter Festival ein breites Programm, das politische Fehlentwicklungen, gesellschaftliche Missstände und den Alltag Indiens in den Blick genommen hat.

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Annika Weißhaar
Annika Weißhaar unterstützte bis Ende 2021 das Haus des Dokumentarfilms als Werkstudentin in der Online-Redaktion. Sie studierte Empirische Kulturwissenschaft im Master an der Universität Tübingen.
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