Bild von "Ekstase"-Flyern

Ekstase im Kino (1): »Divine Horsemen« eröffnet den Reigen 

Fünf Dokumentar- und Essayfilme zu ekstatischen Ausnahmezuständen und Lebensentwürfen präsentiert das Haus des Dokumentarfilms gemeinsam mit dem Kunstmuseum Stuttgart am Sonntag, 20. Januar 2019 in Stuttgart (Kino Cinema, www.innenstadtkinos.de). Den Auftakt zu diesem besonderen Thementag macht um 11 Uhr »Divine Horsemen. The Living Gods of Haiti«(1985, Regie: Maya Deren). Das komplette Programm: www.dokumentarfilm.info. Es gibt einen Tagespass, die Filme können aber auch einzeln besucht werden.

Zwischen 1947 und 1954 drehte die international renommierte Experimentalfilmerin Maya Deren Material zu Voodoo-Zeremonien und Besessenheit in Haiti als Grundlage für ein Buch zu diesem Thema. Ihre Beziehung zu den Akteuren war so eng, dass ihr einmalige Aufnahmen von den Ritualen und der Ergriffenheit der Beteiligten gelungen sind. Erst Jahrzehnte nach ihrem Tod 1961 gestaltete ihr Ehemann das Material zu diesem beeindruckenden Dokumentarfilm in schwarz/weiß. »Divine Horeseman« gilt als einer der wichtigsten Filme über Voodoo und die Kultur auf Haiti.

Ein Einführung in diesen Film wird gegen 11 Uhr Markus Müller halten, freier Kurator der Austellung »Ekstase«, die im Kunstmuseum Stuttgart derzeit für großes Aufsehen sorgt.

Ekstase, Trance und Rauschzustände sind ein fester Bestandteil des Films. In vielfältiger Form wurde sich damit sowohl in Spiel- als auch Dokumentarfilmen auseinandergesetzt. Das Haus des Dokumentarfilms war Partner bei der Organisation dieses besonderen Kino-Themenabends: Neben Klassikern des ethnografischen Films von Maya Deren und Peter Adairs wird der Kultfilm »Koyaanisqatsi« (1986) von Godfrey Reggio (Musik Philipp Glass) gezeigt. Außerdem der zwischen Doku und Fiktion changierende »Anita – Tänze des Lasters« (1987) von Rosa von Praunheim. Den Abschluss bildet »Leaning into the Wind« (2017) über den Land-Art-Poeten Andy Goldsworthy. Der Regisseur Thomas Riedelsheimer steht für ein Filmgespräch zur Verfügung.

Das komplette Programm: www.dokumentarfilm.info. Es gibt einen Tagespass, die Filme können aber auch einzeln besucht werden.

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