Bild von "Ekstase"-Flyern

Ekstase im Kino (2): In »Trances« führt die Musik den Zuschauer 

Fünf Dokumentar- und Essayfilme zu ekstatischen Ausnahmezuständen und Lebensentwürfen präsentiert das Haus des Dokumentarfilms gemeinsam mit dem Kunstmuseum Stuttgart am Sonntag, 20. Januar 2019 in Stuttgart (Kino Cinema, www.innenstadtkinos.de). Der zweite Programmpunkt des Tages führt tief hinein in die berauschende, mitreissende, verzückende Kraft der Musik. Zu sehen gibt es »Trances« (1981, Regie: Ahmed El Maanouni). 

Darum geht’s in »Trances« 

Die populäre Band »El Ghiwane« (Trances) aus Marokko steht im Mittelpunkt dieses dynamischen, poetischen Films. In ihren politischen Soul-Songs erzählen sie spannende Geschichten und haben sich damit international einen Namen gemacht. Westliche Musikkritiker bezeichneten sie als die Rolling Stones Nordafrikas. Sie greifen die Tradition der Trance Musik in Marokko auf. Ahmed El Maanouni folgt den Wurzeln dieser Musik. Es ist sowohl ein Musikfilm als auch ein audiovisuelles Experiment mit der Kraft der Poetik.

Ein Einführung in diesen Film wird gegen 13 Uhr Markus Müller halten, freier Kurator der Austellung »Ekstase«, die im Kunstmuseum Stuttgart derzeit für großes Aufsehen sorgt.

Tickets und weiterführende Infos

Ekstase, Trance und Rauschzustände sind ein fester Bestandteil des Films. In vielfältiger Form wurde sich damit sowohl in Spiel- als auch Dokumentarfilmen auseinandergesetzt. Das Haus des Dokumentarfilms war Partner bei der Organisation dieses besonderen Kino-Themenabends: Neben Klassikern des ethnografischen Films von Maya Deren und Peter Adairs wird der Kultfilm »Koyaanisqatsi« (1986) von Godfrey Reggio (Musik Philipp Glass) gezeigt. Außerdem der zwischen Doku und Fiktion changierende »Anita – Tänze des Lasters« (1987) von Rosa von Praunheim. Den Abschluss bildet »Leaning into the Wind« (2017) über den Land-Art-Poeten Andy Goldsworthy. Der Regisseur Thomas Riedelsheimer steht für ein Filmgespräch zur Verfügung.

Das komplette Programm: www.hdf.de/ekstase. Es gibt einen Tagespass, die Filme können aber auch einzeln besucht werden.

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