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DOKVILLE 2022 „Dokumentarfilm. Investigativ.“

Themenschwerpunkt: Investigation

DOKVILLE 2022 beleuchtet das Thema „Dokumentarfilm. Investigativ“. Es geht um Filme, die sich mit Korruptionsskandalen, undurchsichtigen Machenschaften, Menschenrechtsverletzungen, Gewalt, Diskriminierung und Unterdrückung auseinandersetzen. „Die Relevanz analytischer Langformate insbesondere im öffentlich-rechtlichen Angebot tritt am deutlichsten in Krisensituationen wie dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu Tage“, so Ulrike Becker, Geschäftsführerin vom Haus des Dokumentarfilms: „Doch Dokumentarfilm braucht Zeit, er kann nicht erst in Produktion gehen, wenn aufgrund eines Konflikts die Nachfrage ansteigt. Deshalb ist die Forderung, nachhaltige Bedingungen für die Produktion zeitkritischer Langformate zu schaffen, heute wichtiger denn je.“

Special Guest ist Daniel Harrich

Daniel Harrich by diwafilm web

Special Guest von DOKVILLE 2022 ist Filmemacher Daniel Harrich, der sich mit Dokus und Langzeitrecherchen über gefälschte Medikamente („Gift – Gefährliche Medikamente“), die Verstrickungen von Geheimdiensten mit Terrorzellen („Saat des Terrors“), illegale Waffenexporte („Meister des Todes – Tödliche Exporte“) sowie dubiose Geschäfte mit Trinkwasser („Bis zum letzten Tropfen“) einen Namen gemacht hat. Harrich hat sich zudem auf den investigativen Spielfilm spezialisiert und für Das Erste mehrfach Themenabende produziert, die Dokumentarfilm und Spielfilm kombinieren. DOKVILLE Kuratorin Astrid Beyer spricht mit ihm über seine Arbeit.

Brisante Themen und Langzeitrecherchen

Die Risiken, denen sich investigativ arbeitende Journalist:innen und Filmschaffende aussetzen, beleuchten mehrere Panels. So widmet sich eine Diskussionsrunde mit den Regisseuren Matt Sernecki und Franz Böhm der Frage, wie sich mit Bedrohungsszenarien umgehen lässt. Sernecki zeigt dabei Ausschnitte aus seiner im deutschsprachigen Fernsehen noch nicht ausgestrahlten Produktion „The Killing of a Journalist“. Der Dokumentarfilm ist dem Mord an dem slowakischen Journalisten Ján Kuciak und seiner Verlobten Martina Kušnírová nachgegangen. Im Panel „Whistleblower“ geht es um die Doku „#Dieselgate“ und das erschreckende Betrugssystem bei Volkswagen.

„The Killing of a Journalist“
(Final Cut For Real)
„The Killing of a Journalist“ (Final Cut For Real)
„Femizid – Sie musste sterben“ (Lona • media)
„#Dieselgate“ (A&O Büro, Till Vielrose, WDR)

Die Case Study „Sie musste sterben“ zum Thema Femizid beleuchtet eine in Produktion befindliche Doku-Serie über sogenannte Ehrenmorde oder Beziehungstaten. Denn in Deutschland wird jeden dritten Tag eine Frau von einem Täter aus ihrem nahen Umfeld umgebracht, oft von Partnern oder Ehemännern. In der Case Study „Reeperbahn Special Unit 65“ (ab Sommer in der ARD Mediathek) geht es um die Kombination nicht veröffentlichter Archivmaterialen mit fiktionaler Darstellung.

In der Gesprächsrunde „Pressefreiheit in Not“ sprechen u. a. der Autor und ehemalige SPIEGEL-Türkeikorrespondent Hasnain Kazim sowie die SWR Nahostexpertin Esther Saoub über Arbeitsbedingungen in Krisengebieten.

DOKVILLE 2022: Programm des Branchentreffs und Tickets

Weitere Themen aus dem zweitägigen Programm fragen nach dem Umgang mit Fake News, der Verantwortung von Online-Medien, dem Schutz der Medienfreiheit und dem Stellenwert dokumentarischer Formate in Öffentlich-Rechtlichen Programmen und Mediatheken. Bitte entnehmen Sie Details dem Programm: https://dokville.de/10499-programm-2022

DOKVILLE wird am 23. und 24. Juni als Präsenzveranstaltung im Stuttgarter Hospitalhof durchgeführt. Wer nicht nach Stuttgart anreisen kann, hat die Möglichkeit mit einem Online-Ticket den Livestream zu verfolgen. Die Teilnahme vor Ort ist ab 60 € (ermäßigt: 40 €) möglich. Tages-Tickets für den Livestream gibt es ab 25 € (ermäßigt: 20 €). Infos und VVK auf dokville.de.

Parallel zu DOKVILLE findet in den Stuttgarter Innenstadt Kinos das SWR Doku Festival (21.-24. Juni) mit Vergabe des Deutschen Dokumentarfilmpreises statt. DOKVILLE Teilnehmer vor Ort können je nach Verfügbarkeit auch das SWR Doku Festival besuchen.

Über DOKVILLE

Das Haus des Dokumentarfilms veranstaltet DOKVILLE seit 2005. Der Branchentreff widmet sich zwei Tage lang den inhaltlichen, künstlerischen und produktionellen Herausforderungen des Dokumentarfilms. Er richtet sich an Filmschaffende aus den Bereichen Buch und Regie, Produktion und Postproduktion, an Redaktionen von Fernsehsendern und neuen Plattformen, an Kritiker:innen und Medienjournalist:innen, an Studierende sowie an alle, die sich für das Genre Dokumentarfilm interessieren.

Mehr über DOKVILLE >> www.dokville.de/ueber-dokville

Zur Geschichte des Branchentreffs >> www.dokville.de/dokville-geschichte

Tickets www.dokville.de/tickets


Pressematerial & Kontakt

Bilder stehen in druckfähiger Auflösung hier zum Download bereit: https://cloud.doksite.de/s/mN7PyxAj578fimF

Um die Angabe der Foto-Credits wird gebeten. Diese stehen im Dateinamen. Die Verwendung dieser Pressemitteilung und der Pressefotos ist innerhalb der redaktionellen Berichterstattung zu DOKVILLE 2022 honorarfrei möglich. Wir freuen uns über Belegexemplare für unseren Pressespiegel.

 Leitung Haus des Dokumentarfilms
 Ulrike Becker (Geschäftsführerin)
 [email protected], Telefon: 0711-92930910
 Inhaltliche Fragen zum Programm
 Astrid Beyer (DOKVILLE Kuratorin)
 [email protected], Telefon: 0711-92930918
 Organisatorische Fragen
 Uta Feichter (Assistentin der Geschäftsleitung)
 [email protected], Telefon: 0711-92930900
 Allg. Presseanfragen & -akkreditierungen
 Elisa Reznicek (Leitung Online-Redaktion; PR)
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