Bild eines Malers vor mehreren Gemälden

»Georg Baselitz – Ein deutscher Maler«

Sein Name ist Hans-Georg Kern. Doch Kunstinteressierten ist er weltweit als Georg Baselitz bekannt, geboren in Deutschbaselitz, Sachsen. Selbst denen, die mit Kunst wenig zu tun haben, ist der in Kürze seinen 80. Geburtstag feiernde Künstler ein Begriff: Er ist »Der, mit den Bildern auf dem Kopf«. Die Filmemacherin Evelyn Schels hat in ihrem Film »Georg Baselitz – ein deutscher Maler« eine, wie sie sagt, »atemberaubende Reise« unternehmen dürfen. Der Film ist bis 17. Juli 2018 in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks abrufbar.

»Im Jahr 2004 entstand mein erster Film über den Künstler Georg Baselitz. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis. Bei unseren gelegentlichen Treffen tauchte – scherzhaft – der Gedanke auf, einen zweiten Teil zu realisieren.« So beschreibt die Filmemacherin Evelyn Schels die Vorgeschichte ihres neuen Films. Aus »Georg Baselitz. Maler« wurde so einige Jahre später »Georg Baselitz – ein deutscher Maler«. Der Film entstand über mehrere Jahre hinweg und lief im Frühjahr 2013 auch in den deutschen Kinos.


Georg Baselitz – Ein deutscher Maler (BR-Mediathek)

(Video laut Sender abrufbar bis 17. Juli 2018)

Die Regisseurin, die auch als Drehbuchautorin arbeitet, weiter über ihren Film: »Bei einem Besuch im Sommer 2009 in Georg Baselitz’ Atelier in Imperia erlebte ich ihn bei der Arbeit an einer Skulptur. Dieses Erlebnis gab mir den Anstoß tatsächlich einen zweiten Film in Angriff zu nehmen. Einen der größten und radikalsten und kompromisslosesten Künstler filmisch zu beschreiben – das war die Herausforderung. Der Beginn einer Entdeckungsreise in die Welt des Georg Baselitz, in die Geschichte seines Lebens.«

Noch bevor der Bayerische Rundfunk die Produktion des Filmes zusagte, hatte sie erste Aufnahmen gemacht. Entstanden ist eine Annäherung an einen ungewöhnlichen Menschen und Künstler, der stets nur das tat, was er selbst für richtig hielt. Natürlich auch genau das, was ihn berühmt machte: die Bilder auf den Kof zu stellen. Dabei malt er sie nicht einfach »normal« und dreht sie am Schluss um. Er konzipiert seine Werke und erarbeitet sie auch im Entstehungsprozess bereits so. Gerade dieser künstlerische Prozess wird in Eveyln Schels Film erstmals deutlich und transparent. Georg Baselitz wird am 23. Januar 2018 seinen 80. Geburtstag feiern.

Georg Baselitz – ein deutscher Maler
Dokumentarfilm, D 2012/2013, 110 Minuten
Regie, Buch und Kamera (u.a.): Evelyn Schels
Produktion: Bayerischer Rundfunk
image_pdfAls PDF speichernimage_printDrucken
Facebook
Twitter

Dies könnte Sie auch interessieren:

Georg Stefan Troller erhält Ehrenpreis fürs Lebenswerk
Mit dem neu geschaffenen, undotierten Ehrenpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises wird am 18. Juni 2021 Georg Stefan Troller ausgezeichnet. Das SWR Doku Festival und die MFG Baden-Württemberg würdigen damit das Lebenswerk des Regisseurs, Autors und Fotografen.
Dokumentarfilme zum 100. Geburtstag von Georg Stefan Troller
Am 10. Dezember 2021 wird der vielfach ausgezeichnete Reporter und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigen einige Sender wie 3sat, ARD alpha und der BR Filme und Interviews von und über den Dokumentaristen.
Doku-Tipp: „Auslegung der Wirklichkeit“ über Georg Stefan Troller
Film sei „Auslegung der Wirklichkeit“, sagt Georg Stefan Troller im gleichnamigen Dokumentarfilm. Dem Leben des Journalisten und Dokumentaristen, der am 10.12.2021 seinen 100. Geburtstag feierte, widmet sich Ruth Riesers vielschichtiges Porträt.
Deutscher Dokumentarfilmpreis 2017: »Democracy«, »Raving Iran« und »Mali Blues« gewinnen

Der »Deutsche Dokumentarfilmpreis 2017« ist vergeben. Die Gewinner der vom Südwestrundfunk (SWR) und der MFG Filmförderung Baden-Württemberg vergebenen Auszeichnung stehen fest: Der Hauptpreis und damit das Preisgeld von 20.000 Euro sowie der Preis der »STZ Leserjury« mit einem Preisgeld von 4000 Euro gehen an den Autor David Bernet für seinen Dokumentarfilm »Democracy – Im Rausch der Daten«. Der Förderpreis Haus des Dokumentarfilms geht an »Raving Iran« von Susanne Regina Meures, der Preis der Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur an »Mali Blues« von Lutz Gregor. Wie der SWR betonte, war »Auch die Verzahnung des Branchentreffs Dokville mit dem Publikumsfestival  erfolgreich; es gab einen lebhaften Austausch bei den Filmvorstellungen oder in persönlichen Gesprächen.«